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LRP S10 Blast TC - Bericht und Vergleich mit Tamiya TT01-E

Berichte im Umgang mit Modellbau

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LRP S10 Blast TC - Bericht und Vergleich mit Tamiya TT01-E

Beitragvon masterbsax » 13.06.2012, 23:06

Vergleichstest LRP S10 Blast TC - Tamiya TT01-E


Es gab und gibt hier im Forum ja immer mal wieder Situationen in denen das TT01 oder TT01-E von Tamiya mit dem S10 Blast TC von LRP verglichen werden, da sie beide zu den Einsteiger-Chassis zählen und auch preislich genau dort anzusiedeln sind. Da ich hier im Forum aber noch keinen wirklichen Vergleich der beiden Chassis gefunden habe, dachte ich mir, ich hole das mal nach, vor allem da ich die Möglichkeiten dazu habe, ich bin nämlich in der Lage auf beide Chassis (S10 Blast TC und TT01-E) zugreifen zu können und diese mit vergleichbarer Ausstattung zu testen. Dazu gehört auch ein Tracktest mit Rundenzeitmessung auf der permanenten Indoorstrecke in Zeickhorn (Autobahn A73, zwischen Coburg und Lichtenfels, Abfahrt Ebersdorf / Grub a. F.), doch dazu später mehr. Evtl. wird es auch noch ein paar Videos dazu geben.

Da ja nicht immer bis zum Ende gelesen wird, hier gleich das Fazit: Man bekommt was man bezahlt. Der S10 ist günstig im Einkauf, aber auch billig, Haltbarkeit eher gering. Der TT01-E kostet anfangs etwas mehr, vom nötigen Tuning ganz zu schweigen, dafür hält das Auto auch sehr lange, der ältere meiner beiden ist schon über 2 Jahre im Einsatz, ohne Verschleißteilbedarf!

Beginnen wir mit dem Lieferumfang. Da ich mich aus wirtschaftlichen Gründen für die Club Racer Variante des S10 Blast TC für 65 Euro entschieden habe, habe ich in der schlichten OVP auch nur ein vormontiertes Chassis, den Frontrammer, Servohalterungen, hintere Karosteher und ein paar Schrauben und Kleinteile wie doppelseitige Klebepads und Kabelbinder vorgefunden. Eine Anleitung in Form eines Buches für alle Varianten des S10 (TC, BX, TX, MT, SC, dreisprachig D/E/F), die Setup und Fahrtipps bereithält, aber auch aufs Tuning eingeht und zusätzlich die Anleitungen für sämtliches RTR-Zubehör enthält, komplettierte den Inhalt der OVP. Eine Schritt-für-Schritt Bauanleitung fehlt leider, man muss sich also bei Wartungsarbeiten und evtl. Reparaturen mit der Explosionszeichnung behelfen, für erfahrene Modellbauer sollte das aber kein Problem sein.

Beim TT01 sieht das etwas anders aus, auch wenn man den bei diversen Internetshops in einer ähnlichen Version zu ähnlichem Preis erstehen kann. Aber gehen wir ruhig mal von so einer Version aus, denn im Prinzip war meine Basis damals nichts anderes, ein von Body, Rädern und Regler befreiter TT01 Baukasten zum Preis von 60 Euro. Eine Anleitung war selbstverständlich dabei, die ausführlich Schritt für Schritt den ganzen Bauprozess begleitet, wer schon mal ein Tamiya Modell gebaut hat, kennt das, alles wunderschön mit Zeichnungen erklärt. Zusätzlich lagen dem Baukasten noch sämtliche Teile in Tüten verpackt bei, die aber noch von ihren Spritzbäumen getrennt werden mussten. Auch sämtliche zum Bau nötige Schrauben und Kleinteile gehörten zum Baukasten.

Kommen wir nun zu Phase 2, der Aufbau. Beim S10 ist man hier schnell fertig, vorausgesetzt man besitzt entsprechendes Werkzeug, es liegt nämlich keines dem Baukasten bei, außer einem kleinen Maulschlüsselchen (Größe 5,5 mm, für die Muttern am Frontrammer). Zusätzlich erforderlich sind Innensechskantschlüssel der Größe 1,5 und 2 mm und ein Außensechskantsteckschlüssel Größe 7 mm (ein Radkreuzchen, wie es vielen Baukästen beiliegt, tut es auch). Beim S10 müssen der Frontrammer und die hinteren Karosteher montiert und das Servo eingebaut und eingestellt werden. Die Anleitung verliert leider kein Wort darüber wie das gemacht wird, Einsteiger sind hier also auf sich alleine gestellt. Aber für Einsteiger ist der Club Racer auch nicht gedacht, die sind mit den RTR-Versionen besser beraten, Fortgeschrittene sollten eigentlich wissen, wie man ein Servo einstellt (oder wie man sich im Forum Hilfe dafür sucht).

Wie man das Servo genau einstellt verrät uns Tamiya aber auch nicht, auch hier geht man davon aus, das der Nutzer das Servo vor dem Einbau mittels der Fernsteueranlage in die Nullstellung fährt und dort auch belässt. Auch Tamiya knausert ein bisschen beim Werkzeug, es liegen zwar hier ein 1,5 mm Innensechskantschlüssel für das Motorritzel und ein kleines "Radkreuz" für Radmuttern und Kugelköpfe bei, aber kein Kreuzschlitzschraubendreher oder sonstiges Werkzeug. Da man den TT01 von Grund auf aufbauen muss, dauert das ein bisschen länger als beim S10, Profis schaffen das locker in zwei Stunden, ein Einsteiger sollte dafür einen ganzen Tag einplanen. Beim TT01 sollten schon beim Aufbau Kugellager, Alukardanwelle, einstellbare Lenkstangen und Öldämpfer mit verbaut werden, alles dringend nötige Tuningteile, ohne die das Auto kaum vernünftig zu fahren ist. Und weil diese Teile dem Baukasten nicht beiliegen, ist das TT01 jetzt schon teurer als der S10.

Wer jetzt denkt, das er mit dem TT01 als XB-Pro (so nennt Tamiya seine RTR-Versionen) günstiger wegkommt als mit einem S10 RTR, der irrt sich. Denn während der S10 hier genauso voll ausgestattet ist, aber noch Räder, Elektronik, Akku, Ladegerät (natürlich billigste Varianten, aber für den Einstieg vollkommen ausreichend) und einen Body hat, bekommt man bei Tamiya hier nur einen aufgebauten Baukasten, der mit Elektronik versehen wurde und einen Body obendrauf, wieder keine Kugellager, keine Dämpfer, keine Lenkstangen, keine Alukardanwelle und auch weder Akku noch Ladegerät. Nur mit einem der besseren Baukästen wie der R (Race, für Rennen optimiert) oder D (Drift, für Drift optimiert) Variante bekommt man diese Teile mitgeliefert. Ein TT01 XB-Pro mit Kugellagern, Öldämpfer und Lenkstangen gibt es meines Wissens nach von Tamiya nicht zu kaufen, XB-Pros mit Akku und Ladegerät soll es in Japan zwar geben, in Deutschland findet man die aber eher nicht, höchstens als extra teures Sondermodell.

Am Ende von Phase 2 werden beide Modelle mit Elektronik ausgestattet, um sie auch fahrbar zu bekommen. Das TT01 wurde von mir nach ein paar Trainingsunfällen noch auf den Stand eines TT01-E umgebaut, also die verbesserte Lenkung mit weniger Spiel und die getrennten Getriebegehäuse und Dämpferbrücken mit einem zweiten Befestigungspunkt für die Dämpfer, zusätzlich noch gezwungenermaßen die Längsstrebe. Ansonsten ist es technisch für die Top Stock Klasse im Tamiya Euro Cup fit, dort wird es auch des öfteren eingesetzt. Motor ist bei beiden eine Carson Cup Machine, die Übersetzung so nahe wie möglich aneinander angepasst und gleichzeitig auf die zu fahrende Strecke abgestimmt: 24/58 = 1:6,28 beim TT01-E und 27/58 = 1:6,27 beim S10. Als Räder dienen angefahrene 24 mm Typ A Slicks von Tamiya mit schwarzen Einlagen auf 24 mm breiten BBS-Felgen mit 2 mm Offset. Auf dem TT01-E sitzt ein Toyota MR-S, auf dem S10 ein Audi A4 DTM 2005, beide Bodies sind von Tamiya.


So, ich denke wir sind jetzt soweit, das wir uns mal die technischen Daten der Chassis ansehen können.

LRP S10 Blast TC Club Racer

Antriebsart: 4WD über Kardan
Gewicht (fahr-fertig ohne Akku): 1229 Gramm
Art des Chassis / Aufbau: Platte mit hochgezogenem Rand, Oberdeck, beides Kunststoff
Modul Ritzel / Hauptzahnrad : 0,6
Länge Chassis: 362 mm
Breite: 185 mm
Radstand : 256 - 262 mm
Art der Aufhängung vorne: C-Hubs, unten Schwingen, oben verstellbare Querlenkerstange
Art der Aufhängung hinten: Achsschenkel, unten Schwingen, oben verstellbare Stange
Art der Dämpfer: Öldämpfer, Alu, Big Bore (großes Volumen)
Kugellager: serienmäßig
Vorspur Hinterachse: 2,5 Grad
Spur einstellbar: Ja, R/L-Spannachsen
Sturz einstellbar: Ja, R/L-Spannachsen
Stabilisatoren: Ja, beide Achsen


Tamiya TT01-E Baukasten

Antriebsart: 4WD über Kardan
Gewicht (fahr-fertig ohne Akku): 1060 Gramm
Art des Chassis / Aufbau: Wanne mit Längsstrebe, beides Kunststoff
Modul Ritzel / Hauptzahnrad : 0,6
Länge Chassis: 375 mm
Breite: 185 mm
Radstand : 252 mm oder 257 mm
Art der Aufhängung vorne: Achsschenkel an doppelten Querlenkerschwingen
Art der Aufhängung hinten: Achsschenkel an doppelten Querlenkerschwingen
Art der Dämpfer: Reibungsdämpfer aus Kunststoff, am Testmodell wurden CVA-Öldämpfer aus Kunststoff nachgerüstet
Kugellager: Nein, wurden am Testmodell nachgerüstet
Vorspur Hinterachse: 0 Grad, am Testmodell wurden durch Tuningteile 2 Grad erreicht
Spur einstellbar: Nein, am Testmodell wurden R/L-Spannachsen nachgerüstet
Sturz einstellbar: Nein, Tuning möglich, wurde am Testmodell nicht nachgerüstet (nicht Top Stock legal)
Stabilisatoren: Nein, wurde am Testmodell nicht nachgerüstet (nicht Top Stock legal)

Wie man sieht ist der Club Racer schwerer als das TT01-E, aber auch um einiges besser einstellbar, es bleibt also abzuwarten wie der Vergleich auf der Rennstrecke ausgeht.

Leider kam es bisher aufgrund einer Verzögerung bei der Fahrbereitschaft des TT01-E (Wechsel der Chassiswanne) noch nicht zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Autos, aber das wird sich hoffentlich noch diese Woche ändern. Der S10 war aber schon alleine in der Halle unterwegs und hat sich dort sehr gut angefühlt. Das Auto lässt sich im indirekten Vergleich zum TT01 (ich bin schon mehrere Monate nicht mehr mit einem TT01 gefahren) sehr direkt fahren, nur bei Lastwechseln ist es etwas träge, aber auch verständlich, ein Leichtgewicht ist es nämlich nicht gerade.

Was kommt noch:
- Vergleichsfahrt auf Rennstrecke (geplant: 15.06.2012), Ergebnis und Bericht dazu
- mehr Bilder
- Videos

Abschließend noch ein paar Bildchen von meinem S10:

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Und noch ein paar vom TT01-E meines Sohnes:

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Zuletzt geändert von masterbsax am 24.01.2013, 23:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Erster Tracktest LRP S10 TC vs. Tamiya TT01-E

Beitragvon masterbsax » 16.06.2012, 00:22

So, der Tracktest hat stattgefunden. Und hat Lust auf mehr gemacht, so das ich schon versucht bin den S10 mit einem 16T BL Set von Carson auszurüsten und bei einem Rennen in unserer Gegend teilzunehmen. Aber das ist noch Zukunftsmusik, kommen wir erstmal zu den Ergebnissen des Tracktests.

Erstaunlicherweise war keines der beiden Autos so überragend schneller, das man von einem klaren Sieg sprechen könnte. Es war vielmehr ein klares Unentschieden, die Rundenzeiten lagen sehr eng beisammen, die beiden schnellsten Zeiten waren sogar bis aufs Zehntel identisch. Aber welches Auto ist jetzt besser? Der S10, weil er schwerer ist, aber dennoch den leichteren TT01 in Schach halten kann? Oder der TT01, weil er dem besser abstimmbaren S10 Paroli bietet? Das werden die Zeit und weitere Testfahrten zeigen, beim nächsten Mal nehmen wir uns auch mehr Zeit und machen Videos und Bilder.

Negativ fiel aber auf, das der S10 immer noch sehr laut ist und auch der Motor recht heiß wird im Vergleich zum TT01, aber dort ist auch ein Motorkühlkörper verbaut, den der S10 noch nicht hat (kommt aber bis zum nächsten Test). Schäden gab es keine, aber es fanden auch nur 2 Läufe a 10 Minuten statt.
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LRP S10 Blast TC mit Carson 16T BL

Beitragvon masterbsax » 20.06.2012, 19:09

Und wieder mußte der S10 ran, diesmal mit einem 16T BL Motor von Carson, weil ich ihn evtl. bei unserer Clubrennserie so fahren möchte. Und auf einmal wird aus dem trägen Auto ein richtiger Renner, der jetzt auch sein Fahrwerk an dessen Grenzen bringt, wenn man zu flott unterwegs ist. Laut ist er aber immer noch, ich werde das Hauptzahnrad jetzt doch ausbauen und konditionieren (heißes Seifenwasser, genaue Temperatur und Zutaten verrate ich nicht), mal sehen ob es hilft.

Zusätzlich zum 16T BL kamen auch mal Drifträder an den S10 und er durfte auf Teppich zeigen, ob er auch quer kann. Ja, er kann, und nicht mal schlecht, baut aber aufgrund seines Gewichts ziemlich viel Grip auf der Geraden auf, in der Kurve drängt das Gewicht natürlich stärker nach außen und führt so zu großen Driftwinkeln. Ist definitiv anders zu driften als der leichte RS4 Mini.
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Re: LRP S10 Blast TC - Bericht und Vergleich mit Tamiya TT01

Beitragvon masterbsax » 21.07.2012, 16:58

Noch ein paar kleine Eindrücke nach etwas längerer Testdauer und gleichzeitig Ende des Vergleichstests.

Das Auto hat recht schnell einiges an Spiel in den Radträgern aufgebaut, das hat man anscheinend auch bei LRP schon bemerkt, denn es werden hierfür Tuningteile aus Alu angeboten. Das Fahrverhalten hat darunter natürlich gelitten, man muß jetzt etwas öfter korrigieren.

Die Lautstärke hat nicht nachgelassen, dafür hat sich aber gezeigt, wofür das Auto definitiv nicht gemacht ist: Fahren auf langen (Außen-)Strecken. Ich hatte den S10 mit Carson 16T Set bei einem Clubrennen in Sonneberg genannt und habe dort erleben müßen, wie sogar ein TT01 mit Cup Machine auf der Geraden mehrere Wagenlängen wegzieht, meine Ritzelsammlung gab leider keine Ritzel größer als 29 Zähne her, das reicht gerade mal für die TT01-Hallenübersetzung. Größere Ritzel kaufe ich aber auch nicht mehr, da ich den S10 bereits verkauft habe.

Damit endet dieser Vergleich auch, Gewinner auf der Rennstrecke ist nach den letzten Tests ganz eindeutig das TT01. Warum? Das TT01 hat zwar auch jede Menge Spiel in der Aufhängung und der Lenkung, aber das wird nicht nach kurzer Zeit größer, das bleibt eigentlich bis zum Lebensende des Autos so, beim S10 kam das Spiel recht schnell auf und wurde auch mit jedem Mal stärker, das man hier gleich teure Alu-Teile verbauen muß erhöht den anfangs günstigen Preis erheblich. Die Übersetzbarkeit des S10 ist für lange Strecken nicht optimal, hinzu kommt sein hohes Gewicht, weshalb er eigentlich immer eine Stufe kürzer zu fahren ist als ein TT01 mit gleicher Ausstattung, und dann ist das TT01 natürlich auf der Geraden schneller.

Für den Basher ist der S10 aber gar nicht mal so schlecht, der fährt sowieso mit viel zu viel Leistung, da machen 200 Gramm mehr nichts aus und da braucht man wohl auch einiges an Alu am Auto. Wobei ich ihn aber schon mit einem Carson 10 T Motor als sehr heftig empfand, schnell war er, kein Thema, aber das Fahrwerk dafür nicht ausgelegt.
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Re: LRP S10 Blast TC - Bericht und Vergleich mit Tamiya TT01

Beitragvon masterbsax » 05.09.2012, 19:41

Es gibt einen weiteren Nachtrag. Ich habe den S10 zwar verkauft, aber an einen Bekannten, der auch öfters mal bei uns in der Halle mitfährt. Und so bin ich quasi an vorderster Front was das weitere Verhalten des Autos angeht.

Natürlich kam es wie es kommen mußte, der Bekannte fährt noch nicht so lange (der S10 ist sein erstes eigenes RC-Car, davor hat er nur immer das Zweit-Auto seines besten Kumpels gefahren, einen TL01) und hatte somit einiges an Einschlägen in der Bande. Irgendwann kam er dann und meinte, das Auto lenkt nicht mehr so richtig. Der Fehler war schnell gefunden, einer der CVDs war am Gelenk verbogen. Den konnte ich auf Arbeit wieder richten, aber was mir dabei auffiel, gefiel mir gar nicht: Die CVDs sind nicht zerleg und überholbar, die Stifte im Gelenk fest eingepresst. Auch finde ich das das Material das für die CVDs benutzt wurde zu weich ist.

Alles in allem möchte ich sagen, das man hier bekommt, für was man bezahlt: Ein günstiges Auto, das auf kurzen, technischen Strecken durchaus mit anderen Einsteigerautos konkurrieren kann (ich bin damit ja auch bei uns in der 16 T Klasse gefahren und war hier schneller unterwegs als mit meinem TT01-E, aber dem fehlen noch ein paar wichtige Tuningteile), das dafür aber auch mit einem hohem Geräuschpegel, hohem Gewicht und teilweise ungünstiger Materialwahl daherkommt (teilweise sehr weiche Schrauben, die sich schnell rund drehen).

Abschließend sei noch zu sagen, das ich meinen S10 durch einen gebrauchten TT01 ersetzt habe, da ich finde, das der für meine Zwecke einfach das bessere Auto ist und weil ich mit dem TT01 beim Tamiya Cup mitfahren darf, Läufe zur LRP-HPI-Challenge gibt es in unserer Gegend kaum und selbst wenn ich da mitfahren wollte, müßte ich erst wieder einiges in dafür legales Zubehör stecken, was mein aktuelles Budget mehr als sprengen würde.
Auch als Basher ist der TT01 besser geeignet als der S10, da er viel weniger Probleme mit dreckigen Strecken hat (geschlossene Getriebe) und auch weil die vielen Kunststoffteile im Antrieb den starken Lastwechseln beim Brushlessbetrieb aufgrund ihrer Nachgiebigkeit länger standhalten als Stahlteile, die sich aufarbeiten und einlaufen. Nicht ohne Grund wird der TT01(-E) seit Jahren als überaus zuverlässiges Langstreckenauto geschätzt und eingesetzt, man denke hier nur an die 24 Stunden von Andernach oder ähnliche Veranstaltungen.
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